Traumtagebuch

Ich bedauere das sehr, aber ich erinnere mich nur selten an meine Träume. Es ist schade, weil sie zu inhaltsvoll sind, als das ich sie derartig vergeuden sollte und um es doch schaffen, lag für einige Zeit ein Notizblock mit einem Stift neben dem Kopfpolster. Die jetzt kommenden Wörter, sind die transkribierten Ergebnisse eines morgendlichen Wettlaufs gegen die Zeit.

Im Publikum einer TV show mit Christopher, lege ich meinen Kopf auf die Brüste des Mädchens hinter mir und küsse sie. Christopher ist entsetzt und ich höre von Schuldgefühlen geplagt damit auf. Als wir alle aufstehen, sehe ich, dass mein Lehrer neben mir sitzt aber er schenkt mir keine Beachtung und ich bin auch schon damit beschäftigt, aus dem Gebäude hinaus zu gelangen.

Szenenwechsel. Aisha räkelt sich vor mir und erzählt, dass sie Angst hat, weil sie ihre Pille versehentlich zwei mal nahm. Ich versuche sie zu beruhigen, als sie plötzlich offen fragt, warum sie mir so etwas eigentlich erzählt. „Ich habe schon weit schlimmeres gehört. Es hat sich scheinbar herum gesprochen, dass ich Kind von zwei Ärzten bin und deswegen kamen immer wieder Leute mit den schrägsten Dinge zu mir.“ Schräge Dinge, die ich dann aber nicht mehr ausführte.

Eine Krähe landete gerade auf dem Kabel vor meinem Fenster. Sie konnte sich aufgrund der Instabilität nicht lange halten, aber es reichte aus, um meiner im Bett liegendenen Gestalt, einen gehetzten Blick zuzuwerfen. Krähen sind symbolisch aufgeladene Tiere, beinahe magisch und diese Magie wirkt auch bei mir. Ich sah plötzlich Bilder des Todes. Es war ein Pestarzt, jene die im Mittelalter stilisierte Vogelschnäbel trugen, als rudimentäre Vorläufer eines modernen Mundschutzes. Er war in Eile, als er sich durch den Raum bewegte. Die Wände waren durch lodernde Flammen in Licht getaucht, aber er schien sich damit abgefunden zu haben. Die Maske festhaltend, lief er weiter.

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